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Grafischer Text 'Respekt statt Hass!' Händedruck als Symbol für Respekt

starke Stelle – Hilfe bei Gewalt, Hass und Bedrohung

Ihr persönlicher Kontakt gegen Gewalt im Amt

Beleidigungen in den Sozialen Netzwerken, verbale Attacken in der Stadtratssitzung, Drohungen im Briefkasten oder körperliche Übergriffe am Wahlwerbestand. Gewalt in der Kommunalpolitik hat viele Formen, die Sie nicht hinnehmen müssen.

Die starke Stelle ist die bundesweite Ansprechstelle für kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger, welche von Gewalt, Bedrohungen oder Übergriffen betroffen sind. Wir bieten Ihnen im Rahmen einer persönlichen Beratung Unterstützung und Hilfestellung, wenn Sie Gewalt im Amt erfahren haben.

Hilfe finden – persönliche und telefonische Beratung

Sie sind von Gewalt, Hass oder Hetze im Amt betroffen? Hier finden Sie alle Details, wie Sie uns erreichen.

Sie haben Anfeindungen und Gewalt erlebt?

Sie sind von Anfeindungen oder (digitalen) Angriffen betroffen und wünschen sich persönliche Beratung und Orientierungshilfe?

Im Briefkasten liegen Drohbriefe, bei manchen werden die Reifen zerstochen, bei anderen sind es nur die „üblichen“ Beschimpfungen auf Facebook. Für viele Kommunalpolitikerinnen, Bürgermeister oder Mitglieder von Räten gehören solche Situationen inzwischen zum Alltag.

Oft beginnt es schleichend: einzelne Kommentare, spitze Bemerkungen auf Bürgerversammlungen. Manches wird ausgehalten, anderes verdrängt. Doch irgendwann stellt sich für viele kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger die Frage: Ist das noch normale Kritik – oder bereits Gewalt?

Und an wen kann ich mich jetzt wenden? Genau hier setzt die starke Stelle an. Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung unter 0800 300 99 44 oder per Mail unter info@starkestelle.de.

Die starke Stelle ist eine bundesweite Ansprechstelle gegen Gewalt und Hass in der Kommunalpolitik. Sie richtet sich an kommunale Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger, die im Rahmen ihres politischen Engagements Übergriffe, Bedrohungen oder andere Formen von Gewalt erleben.

Ziel ist es, Betroffene frühzeitig zu unterstützen, Hemmschwellen abzubauen und Orientierung zu geben. Viele Vorfälle werden nicht angezeigt oder gemeldet – häufig aus Unsicherheit darüber, ob es sich bereits um einen Übergriff handelt oder welche Schritte sinnvoll sind. Die starke Stelle setzt genau hier an.

Sie bietet:

  • Beratung bei Gewalt, Hass und Bedrohung im Amt
  • Unterstützung bei Anfeindungen und Übergriffen in der Kommunalpolitik
  • Verweis auf geeignete Hilfs- und Präventionsangebote sowie Anlaufstellen
  • Orientierung bei der Frage: Was tun bei Gewalt oder Hass im Amt?

Die starke Stelle wird von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) mit Sitz in Bonn betrieben und durch das Bundesministerium des Innern (BMI) finanziell gefördert. Sie gehört zum Netzwerk Stark im Amt.

Die Ziele des DFK sind die Förderung der Kriminalprävention in allen Aspekten, die Nutzung von Präventionsmöglichkeiten in größtmöglichem Umfang sowie die Einbindung aller gesellschaftlichen Kräfte. Mehr über uns erfahren Sie hier.

Das Angebot der starken Stelle richtet sich insbesondere an:

  • Bürgermeisterinnen und -meister
  • Landrätinnen und -räte
  • Mitglieder im Gemeinderat, Stadtrat, Ortsrat oder Ortsbeirat
  • Kreistagsabgeordnete, Bezirksverordnete
  • Beigeordnete, Dezernentinnen und Dezenten sowie
  • Amtsleiterinnen und - leiter

Wir helfen Ihnen nicht nur bei akuter Bedrohung, sondern auch präventiv, um Gewalt vorzubeugen.

Gewalt in der Kommunalpolitik hat viele Gesichter. Sie reicht von verbalen Angriffen bis hin zu konkreten Übergriffen und Sachbeschädigungen. Betroffene berichten unter anderem von:

  • Hassreden und Beleidigungen im Briefkasten, ins Gesicht, als E-Mail oder in den Sozialen Netzwerken
  • Anfeindungen im Rat, Stadtrat oder auf Bürgerversammlungen
  • Körperlichen Übergriffen, Überfällen oder Morddrohungen
  • Drohungen, auch gegen Familienangehörige
  • Übergriffen im Wahlkampf, am Wahlstand oder im Haustürwahlkampf
  • Sachbeschädigung, etwa am Auto oder im privaten Umfeld
  • Adressveröffentlichungen oder Doxxing
  • Lügen und Verleumdungen in den Sozialen Netzwerken

Beim Erleben solcher Vorfälle gilt: Die starke Stelle bietet Ihnen Hilfe und Unterstützung – unabhängig davon, wo der Vorfall stattgefunden hat.

  • Vertraulich: Die Ansprechstelle arbeitet vertraulich und – auf Wunsch – anonym. Ihre Daten bleiben geschützt.
  • Bedarfsorientiert: Gemeinsam mit Ihnen ermitteln wir die bestmögliche Unterstützung für Sie.
  • Unabhängig: Die Beratung ist ausschließlich den Ratsuchenden verpflichtet und unabhängig von Dritten.

Gewalt hat viele Gesichter - Drei Geschichten

Erst waren es nur ein paar Kommentare auf Facebook.

B. Wegner, Stadtrat, erhält wiederholt beleidigende Kommentare auf Facebook. Zunächst ignoriert er diese, doch die Tonlage verschärft sich und kurz darauf wartet jemand vor seiner Haustür auf ihn.

Auf dem Marktplatz schlug er zu.

Wahlkampf in einer kleinen deutschen Stadt. Auf dem verschneiten Marktplatz, am Wahlstand von U. Kemmer (Grüne), gibt es heißen Kaffee und Tee, um sich aufzuwärmen. Es herrscht eine freundliche Stimmung, bis auf einmal ein sehr aufgebrachter Mann vor der Bürgermeisterin steht und ihr aus dem Nichts ins Gesicht schlägt.

Als unsere Tochter zur Zielscheibe wurde.

L. Martin ist Landrat. Den ein oder anderen gemeinen Spruch gegen seine Person kriegt er häufig zu hören. Das stört ihn nicht weiter. Doch seit Neustem wird seine Tochter in der Schule wegen seiner Tätigkeit in der Kommunalpolitik gemobbt.

Sie leiden unter einer ähnlichen Situation? Die starke Stelle bietet Ihnen telefonische Beratung und unterstützt Sie dabei, Hilfe und Schutz zu bekommen.

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