Aktuelles & Termine

01.12.2025
starke Stelle: Rückblick auf 2025

Die starke Stelle ist das zentrale bundesweite Angebot für alle, die sich kommunal engagieren und dabei auf Hass, Anfeindungen und Gewalt stoßen. Die Beratungsstelle hat im zu Ende gehenden Jahr  2025 über 260 Ratsuchende unterstützt: Bei den Kontaktaufnahmen ging es um sicherheitsrelevante Fragen, rechtliche Orientierung und um psychosoziale Hilfe. Ein Höhepunkt des Arbeitsjahres war der erste Fachtag "Respekt statt Hass" im September in Berlin.

Außerdem präsentierte die starke Stelle ihre Arbeit bei der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes im November (mehr Informationen dazu gibt es auf der Website der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention). 2026 planen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle unter anderem die Sichtbarkeit ihres Angebots weiter zu erhöhen und die verschienden Beratungsangebote weiter zu vernetzen.

  • Der Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt, gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen der starken Stelle bei der BKA-Herbsttagung.

mehr lesen

Die starke Stelle: Gemeinsam stark für Demokratie und Respekt

– Jahresrückblick 2025 –

Das Jahr 2025 war für die starke Stelle geprägt von intensiver Arbeit, wichtigen Begegnungen und sichtbaren Erfolgen im Einsatz gegen Hass, Hetze und Gewalt gegenüber kommunal Engagierten. Die Demokratie lebt vom Engagement vor Ort – und dieses Engagement braucht Schutz, Solidarität und Unterstützung. Dafür steht die starke Stelle.

Wachsende Herausforderungen und großer Unterstützungsbedarf

Anfeindungen gegenüber den kommunalen Amts- und Mandatstragen sind schon lange keine Seltenheit mehr und reichen von Ehrverletzungen und Bedrohungen bis zu tätlichen Angriffen. Besonders belastend ist, dass immer wieder auch die Familien der kommunal Engagierten betroffen sind. Nicht selten stellt sich spätestens dann die Frage nach einem Ausscheiden aus der Kommunalpolitik.

In diesen Situationen bietet die starke Stelle einen geschützten Raum für Beratung, Orientierung und konkrete Unterstützung. Im Jahr 2025 wandten sich viele Ratsuchende erstmals an das Angebot, oft nachdem sie über Medienberichte oder durch Empfehlungen von Kolleginnen und Kollegen auf das Angebot aufmerksam geworden waren. Viele neue Beratungsanfragen entstanden durch persönliche Begegnungen auf Kongressen, Messen und Fachtagen. Oft sind es der direkte Kontakt und das „offene Ohr“, die den entscheidenden Unterschied machen. Die starke Stelle hört zu, nimmt die Sorgen ernst und schafft einen vertraulichen Rahmen, in dem Ratsuchende Unterstützung und Orientierung finden, sich in ihrer Situation besser schützen und wehren zu können.

Erster Fachtag der starken Stelle

Ein besonderer Moment in diesem Jahr war die Durchführung des ersten Fachtages der starken Stelle im September 2025, zu der kommunale Amts- und Mandatstragende aus ganz Deutschland in Berlin zusammenkamen. In den Räumen des Deutschen Landkreistages diskutierten die Amts- und Mandatstragende mit Vertreterinnen und Vertretern aus Sicherheitsbehörden, Justiz und Zivilgesellschaft über zentrale Fragen: Wie kann ein besserer Schutz für kommunalpolitisch Engagierte aussehen? Welche zusätzlichen Maßnahmen und Angebote müssen entstehen, um kommunal politisch Engagierte besser zu unterstützen? Drei praxisorientierte Workshops vermittelten zudem konkretes Wissen für das kommunale Engagement, u.a. zum Umgang mit der Presse in Konfliktsituationen sowie zum Umgang mit Anfeindungen im digitalen bzw. analogen Raum. Die Veranstaltung stieß auf sehr großes Interesse bei den kommunalpolitisch Engagierten.

Individuelle Beratung und Unterstützung

Die starke Stelle hat im Jahr 2025 über 260 Ratsuchende begleitet – telefonisch, digital oder im persönlichen Gespräch. Dabei stand im Mittelpunkt jeder Beratung der individuelle Bedarf der Ratsuchenden. Das Angebot, auf das die starke Stelle verweist, ist vielfältig und reicht von Kontakten in den Sicherheitsbehörden, der Justiz sowie zu Angeboten der Zivilgesellschaft. Dabei verweist die starke Stelle unter anderem auf Kontakte zu:

  • Beratung zu Sicherheitsfragen in Zusammenarbeit mit Polizei und Kommunen
  • Rechtlicher Orientierung bei Beleidigungen, Bedrohungen oder Angriffen
  • Psychosozialer Unterstützung für Betroffene und deren Familien
  • Vermittlung an regionale Netzwerke und spezialisierte Fachstellen

Darüber hinaus wurde das Fortbildungs- und Informationsangebot weiter in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern ausgebaut. In Webinaren und Präsenzveranstaltungen konnten kommunal Engagierte Strategien zum Umgang mit Angriffen, zur Stärkung der eigenen Resilienz aber auch zum präventiven Handeln erlernen.

Vernetzung und Prävention

Ein Schwerpunkt der Arbeit lag 2025 auf dem Aufbau regionaler Unterstützungsnetzwerke. In mehreren Bundesländern wurden Kooperationsstrukturen mit Kommunalverbänden, Ministerien, Polizei und Zivilgesellschaft weiter ausgebaut. Ziel ist es, dass Betroffene vor Ort schneller kompetente Hilfe finden.

Parallel dazu setzt die starke Stelle auf die Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Kampagnen, Fachveranstaltungen und Medienkooperationen z.B. mit der Telekom machten deutlich: Wer sich kommunalpolitisch einsetzt, verdient Respekt – keinen Hass und keine Gewalt!

Stimmen aus der Praxis

Die Rückmeldungen der Ratsuchenden zeigen, wie wichtig niedrigschwellige, vertrauensvolle und unbürokratische Unterstützung ist. Viele berichten, dass sie durch die Hilfe der starken Stelle Orientierung im bestehenden Netzwerk der Unterstützungsangebote gewonnen haben und damit eine neue Sicherheit sowie die Gewissheit, nicht alleine zu sein.

Ausblick 2026

Auch im kommenden Jahr wird die starke Stelle ihre Arbeit fortsetzen und vertiefen. Im Fokus stehen hierbei der Ausbau der Beratungsangebote, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit für eine größere Sichtbarkeit der starken Stelle, sowie der Aufbau weiterer Kooperationen mit Bund, Ländern und Kommunen.

Die starke Stelle ist das zentrale bundesweite Angebot für alle, die sich kommunal engagieren – und dabei auf Hass, Anfeindungen und Gewalt stoßen. Dabei setzt die starke Stelle ein klares Signal: Menschen, die für unsere Demokratie einstehen, brauchen Rückhalt, Unterstützung und die Kraft der Gemeinschaft - die starke Stelle ist für diese Menschen da!


01.08.25
Hilfe für angefeindete kommunale Amtsträgerinnen und -träger – ein Jahr starke Stelle

„Ich habe die Verleumdungen vor Monaten angezeigt und nichts ist passiert.“ „In einem Social-Media-Kommentar wurde mir Prügel angedroht. Was kann ich tun?“

Mit solchen Anliegen wenden sich kommunalpolitisch Engagierte, die bedroht werden oder Gewalt erfahren haben, an die starke Stelle – die Ansprechstelle zum Schutz kommunaler Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger. Die bundesweite, unabhängige Einrichtung bietet Betroffenen eine persönliche Beratung und Unterstützung. Vor einem Jahr, am 1. August 2024, hat die starke Stelle ihre Arbeit aufgenommen. Der Hintergrund: Angriffe, Hass und Hetze gegen kommunalpolitisch Engagierte und Verwaltungsmitarbeitende haben ein alarmierendes Ausmaß erreicht.

Individuelle passgenaue Unterstützung

Zugeschnitten auf den Bedarf und die Wünsche der Ratsuchenden ist jedes Beratungsgespräch anders: Was geschieht nach der Anzeigenerstattung? Was kann ich tun, um mit Anfeindungen emotional besser fertig zu werden? Wie lässt sich möglichen Angriffen und Gewalt vorbeugen? Welche Sicherheitsbehörden und Staatsanwaltschaften haben eine besondere Expertise beim Schutz kommunalpolitisch Aktiver oder wie erhält man Informationen über den Verlauf eines Strafverfahrens?

Die Fragen und Anliegen der Betroffenen sind vielfältig. Um wirksam Hilfe und Unterstützung bieten zu können, arbeitet die starke Stelle mit vielen spezialisierten Partnerinnen und Partnern zusammen. Dabei ist in den vergangenen Monaten ein Netzwerk aus Akteurinnen und Akteuren aus der Justiz, den Sicherheitsbehörden und aus der Zivilgesellschaft entstanden, das stetig weiter wächst. In einem vertrauensvollen Austausch sprechen sich die Partnerinnen und Partner ab, wer über welche speziellen Kenntnisse verfügt und gezielte Unterstützung bieten kann. Damit nimmt die Ansprechstelle für Betroffene eine Lotsenfunktion ein und vermittelt passende Hilfsangebote. Daneben gehören Information undPrävention zu den Aufgaben der starken Stelle.

Enge Zusammenarbeit mit kommunalen Spitzenverbänden

Die starke Stelle wird vom Bundesministerium des Innern gefördert und arbeitet engmit den drei kommunalen Spitzenverbänden zusammen, um das Hilfsangebot bei kommunalpolitisch Aktiven bekannt zu machen. Gemeinsam mit der Körber Stiftung betreiben der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund außerdem das Internetportal www.stark-im-amt.de, bei dem Ratsuchende zahlreiche Informationen und Hinweise zum Schutz und zur Vorbeugung von Anfeindungen und Bedrohungen finden.

Mehr als 200 von Anfeindungen Betroffene haben das Beratungsangebot bisher in Anspruch genommen. Das Team der starken Stelle ist unter der Telefonnummer 0800 300 99 44 oder per E-Mail: info(at)starkestelle(dot)de erreichbar und bietet Unterstützung, gerne auch, bevor es zu Anfeindungen gekommen ist.


27.03.2025
Podcast-Folge zur starken Stelle: Was tun bei Anfeindungen gegen kommunale Amtsträgerinnen und Amtsträger?

Hass, Bedrohungen, Gewalt – die Angriffe auf kommunale Amts- und Mandatsträger sind seit Jahren auf erschreckend hohem Niveau. Doch wie können Betroffene reagieren, wenn sie mit Beleidigungen in sozialen Medien, Sachbeschädigungen oder gar bei körperlichen Übergriffen konfrontiert sind? Kommunalpolitisch Engagierte, die Hass und Hetze erleben, können sich an die starke Stelle  wenden. Die Ansprechstelle für Betroffene wird von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK), im Auftrag des Bundesinnenministeriums betrieben. 

Im Podcast WirKommunalen - Nachgefragt! des Netzwerks der Jungen Bürgermeister*innen geben Martina Ansorge und Frederike Wistuba einen Einblick in die Arbeit der starken Stelle. Sie berichten darüber, welche Hilfsangebote es gibt, was sie betroffenen Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern raten und warum der Schutz von kommunalen Amts- und Mandatsträgerinnen und Mandatsträger so wichtig für unsere Demokratie ist. 

Zur Podcast-Folge


13.01.2025
Über 120 Beratungen für kommunale Amts- und Mandatsträger: Bundesinnenministerin Faeser besuchte starke Stelle

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat in der ersten Januar-Woche die Ansprechstelle zum Schutz kommunaler Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger in Bonn besucht. Seit dem Start am 1. August 2024 hat das Team der starken Stelle bereits über 120 Anfragen von Betroffenen, die Hass und Hetze erleben, entgegengenommen und diese beraten.

Die Bundesinnenministerin erklärte bei ihrem Besuch der Ansprechstelle, die von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention betrieben wird: "Unsere bundesweite Ansprechstelle vermittelt konkrete, persönliche und vertrauliche Unterstützung. Damit stärken wir allen den Rücken, die wegen ihres politischen Engagements angegriffen werden. Mit der starken Stelle haben sie jetzt einen Unterstützer und Lotsen, der weitere Hilfe schnell vermitteln kann."

Die starke Stelle ist montags bis freitags zwischen 9.00 und 16.00 Uhr telefonisch unter der Hotline 0800 300 99 44 sowie per E-Mail unter info(at)starkestelle(dot)de erreichbar. Die Beratung erfolgt kostenfrei, vertraulich und auf Wunsch anonym.

Direkt zur starken Stelle
Zur Pressemitteilung

Bundesinnenministerin Nancy Faeser besucht die starke Stelle

25.11.2024
Autoritarismus Studie 2024: Unzufriedenheit mit Demokratie und Ausländerfeindlichkeit steigen

Die aktuellen Ergebnisse der Autoritarismus-Studie des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig zeigen eine höhere Unzufriedenheit mit der Demokratie und mehr Zustimmung zu ausländerfeindlichen Aussagen. Befragt wurden für die repräsentative Stichprobe von Ende März bis Mitte Juni dieses Jahres 2.500 Menschen. Die Auswertung der Befragungsbögen verdeutlicht: Die Zustimmung zu ausländerfeindlichen Aussagen hat im Westen Deutschlands deutlich zugenommen. Sie liegt laut der Befragung 2024 bei 19,3 Prozent (2022: 12,6 Prozent). Im Osten Deutschlands liegt die Quote bei 31,5 Prozent (2022: 23,1), im Bundesdurchschnitt ergibt sich ein Wert von 21,8 Prozent (2022: 17,0).

Gleichzeitig nimmt die Zufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland ab. Zwar stimmen 90,4 Prozent aller Befragten der Demokratie als Idee zu (2022 waren es noch 94,3 Prozent). Die Zufriedenheit mit der Demokratie "wie sie in der Bundesrepublik Deutschland funktioniert" ist aber deutlich gesunken. Inzwischen findet sie bei nur noch bei 42,3 Prozent der Befragten Anklang – im Osten Deutschland bei 29,7 Prozent (2022 waren es noch 53,5 Prozent), im Westen bei 46 Prozent (2022 waren es noch 58,8 Prozent). Das ist in Ost und West der geringste Wert seit dem Jahr 2006.

Mehr zur Studie und den Ergebnissen


20.08.2024
starke Stelle: Ansprechstelle für kommunale Amts- und Mandatsträger nimmt Arbeit auf

Zum 1. August 2024 ist die neue bundesweite Ansprechstelle für kommunale Amts- und Mandatsträger gestartet: Die starke Stelle richtet sich an Menschen, die in ihrem kommunalpolitischen Amt Hass, Hetze und Bedrohung ausgesetzt sind. Das Angebot schließt eine Lücke im bisherigem Beratungsangebot im Bund und in den Ländern. Betreut wird die starke Stelle von der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK). Die DFK erhält für die Umsetzung der Ansprechstelle Mittel des Bundesministeriums des Innern und für Heimat.

Die starke Stelle ist montags bis freitags zwischen 9:00 und 16:00 Uhr telefonisch kostenfrei sowie darüber hinaus per E-Mail erreichbar. Auch Video-Beratungen sind nach Absprache möglich. Die starke Stelle arbeitet vertraulich und auf Wunsch der Betroffenen anonym. Sie kooperiert eng mit den kommunalen Spitzenverbänden und der Körber-Stiftung. Die Online-Präsenz www.starkestelle.de ist deshalb in das Portal Stark im Amt eingebunden, das gemeinsam von den kommunalen Spitzenverbänden betrieben wird.

Zur starken Stelle


10.07.2024
Bundesrat will eigenen Straftatbestand für politisches Stalking

Der Bundesrat hat am 5. Juli 2024 einen Gesetzentwurf für einen besseren strafrechtlichen Schutz von Amts- und Mandatsträger/innen auf den Weg gebracht. Er geht auf die Initiative von Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zurück.

Im Kern schafft der Gesetzentwurf den neuen Straftatbestand der Beeinflussung von Amts- und Mandatsträgern durch sogenanntes politisches Stalking. Damit sollen Entscheidungsträger gerade auch auf kommunaler Ebene vor einer Einflussnahme durch bedrohliche Übergriffe in ihr Privatleben geschützt werden.

Der Gesetzentwurf des Bundesrates wird nun beim Bundestag eingebracht, der darüber entscheidet. Vorher erhält die Bundesregierung die Gelegenheit zur Stellungnahme.

Den Gesetzesentwurf finden Sie hier.


02.06.2024
Rede zur Gedenkfeier anlässlich des 5. Jahrestages der Ermordung von Walter Lübcke

In der Nacht zum 2. Juni 2019 erschoss ein Rechtsextremist den Regierungspräsidenten Walter Lübcke auf der Terrasse seines Zuhauses. Zuvor war Lübcke durch sein Engagement für Geflüchtete bekannt geworden. In Kassel wurde eine Gedenkfeier zum 5. Jahrestag der Ermordung des Politikers abgehalten.

Eine Rede hielt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er sagte unter anderem: "Walter Lübcke starb mitten unter uns, als einer von uns. Die Tat zielte auf ihn, sie zielte aber auch auf uns als Gesellschaft. Walter Lübcke ist gehasst und getötet worden von denen, die unsere liberale, demokratische Gesellschaft hassen."

Zur Rede 


27.05.2024
Reportage von Deutschlandfunk Kultur: Hass gegen Politikerinnen und Politiker – Bürgermeister am Limit

Beschimpfungen und Hasskommentare per Brief oder im Internet, persönliche Angriffe auf offener Straße oder Bedrohungen gegen Familienmitglieder: der Hass auf Politikerinnen und Politiker nimmt zu und Engagierte an der Basis vor Ort sind besonders betroffen. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister berichten in der Reportage "Bürgermeister am Limit" von Deutschlandfunk Kultur über ihre Erfahrungen: Viele engagieren sich ehrenamtlich – und das obwohl die Arbeitsbelastung im Amt enorm hoch ist. Die Reportage beleuchtet, warum sich Menschen dennoch kommunalpolitisch engagieren und wie sie sich gegen Hass und Hetze wappnen.

Zur Reportage


23.05.2024
Neues motraSpotlight: Aktuelle Ergebnisse der Befragung unter Amtsträgerinnen und Amtsträgern

Die aktuellen Ergebnisse der Befragung zu Hass, Hetze und Gewalt gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern sind besorgniserregend: 38 % der insgesamt 2055 befragten (Ober-)Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Landrätinnen und Landräte haben zwischen Mai und Oktober 2023 Anfeindungen erlebt. 83 % geben an, aufgrund der Anfeindungen an psychischen oder physischen Folgen zu leiden. Die Befragung identifiziert Frauen in kommunalen Ämtern, ehrenamtlich Tätige und Amtspersonen in Ostdeutschland als besonders vulnerable Gruppen von Anfeindungen. Ein Lichtblick der Befragung: Das Diskussionsklima in den Stadt- und Gemeinderäten sowie Kreistagen wird generell als respektvoll, tolerant und demokratisch eingeschätzt.

Das motraSpotlight finden Sie hier.


26.01.2024
Start der Umsetzung: Ansprechstelle zum Schutz kommunaler Amts- und Mandatsträger

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat den offiziellen Start einer bundesweiten Ansprechstelle für kommunale Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger verkündet. In Berlin übergab sie dem Deutschen Forum für Kriminalprävention (DFK) den Förderbescheid bis zu einem Höchstbetrag von einer Million Euro. Die Ansprechstelle soll bedrohte und angefeindete kommunale Amts- und Mandatsträgerinnen und -träger beraten und dazu beitragen, die Kommunikation zwischen Sicherheitsbehörden, Justiz und Verwaltung zu verbessern. Das neue Angebot wird auf dem gemeinsamen Portal der kommunalen Spitzenverbände und der Körber Stiftung www.stark-im-amt.de eingebunden.

Die neue Ansprechstelle ist Bestandteil des Aktionsplans gegen Rechtsextremismus und soll helfen, Hetze im Netz zu bekämpfen. Das Angebot ist einer von sechs Vorschlägen zum Schutz kommunaler Amts- und Mandatsträger, die nun realisiert werden sollen.

Hintergrund der Initiative sind Anfeindungen und Übergriffe gegen kommunal Aktive, die besorgniserregend zugenommen haben. Das DFK wird nun mit Hochdruck daran arbeiten, die Ansprechstelle aufzubauen. Ziel ist es, in der zweiten Jahreshälfte für Betroffene und Interessierte erreichbar zu sein und die Arbeit aufzunehmen.

Auf www.stark-im-amt.de werden dadurch Betroffenen zusätzlich zu den bestehenden Hilfsangeboten auch direkte Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen.

Die Pressemitteilung finden Sie hier



11.04.2023
Neues Gesetz gegen digitale Gewalt geplant

Ein neues Gesetz gegen digitale Gewalt soll härter gegen Hasspostings und anonyme Morddrohungen vorgehen. Nun hat das Bundesjustizministerium Eckpunkte für dieses Gesetz erarbeitet, welche unter anderen beinhalten, dass Accounts gerichtlich gesperrt werden können. Von diesem Gesetz würden unter anderem auch bedrohte Kommunalpolitiker/innen profitieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.


29.03.2023
ZDF-Doku 37°Leben: Neu im Amt – Junge Bürgermeisterinnen und Bürgermeister

Der ZDF-Film begleitet Sina Römhild und Henning Evers, zeigt ihren Einsatz als Bürgermeisterin und Bürgermeister, den Spaß und die Herausforderungen des Amtes, fragt nach ihren Zielen und warum sich politisches Engagement lohnt – egal, in welchem Alter. Dabei wird auch diskutiert, warum sie in ihrem Amt nicht immer wertgeschätzt werden und welchen Umfang mit Hass und Hetze sie gefunden haben. 

Den Film finden Sie hier in der ZDF-Mediathek.


22.05.2022
Neue Studie der Körber-Stiftung zur Diskussionskultur in kommunalen Räten.

Die Studie geht der Frage nach dem Zustand der Diskussionskultur in Stadt- und Gemeinderäten nach. Dabei zeigt sich, dass Kommunalpolitiker/innen nicht nur mit Angriffen von Seiten der Bürger/innen sondern auch mit einem raueren Ton in den kommunalen Räten zu kämpfen haben.

Hier finden Sie die ganze Broschüre.


21.04.2022
Reportage: Hausdurchsuchungen nach Hassmails

Die Reportage des öffentlich-rechtlichen YouTube-Kanals Y-Kollektiv  beleuchtet den Umgang der Justiz mit Hassmails. Der Reporter begleitet den Oberstaatsanwalt und Hatespeech-Beauftragten der Bayerischen Justiz Klaus-Dieter Hartleb bei einer Hausdurchsuchung und in seiner täglichen Arbeit. Die Täter/innen verfassten unter anderem Drohbriefe mit rassistischer Hetze an den Bürgermeister von München.

Hier geht es zum Video.


14.02.2022
Podcast: Hass im Netz – Trauen wir uns noch dagegen zu halten?

Weil sie rassistisch angegriffen, beleidigt oder bedroht werden, trauen sich immer mehr Menschen nicht mehr, online an Debatten teilzunehmen. Diesen Zustand kann eine demokratische Gesellschaft nicht hinnehmen.

Im Rahmen eines Podcasts des öffentlich-rechtlichen YouTube-Kanals Y-Kollektiv spricht der Reporter Johannes Musial mit dem Politiker Tareq Alaows. Dieser ist vor einigen Jahren aus Syrien nach Deutschland geflüchtet, im vergangenen Jahr kandidierte er für den Bundestag. Nach zahlreichen Hassnachrichten zog er seine Kandidatur zurück. Das Verfassen solcherlei Nachrichten bleibt jedoch nicht ungestraft, wie das Gespräch des Reporters mit Bayerns Oberstaatsanwalt Hartleb zeigt. 

Zur Podcastfolge geht es hier.


27.12.2021

Podcast von Starke Demokratie e.V.: Wie können wir junge Menschen für die Kommunalpolitik begeistern?

Starke Demokratie e.V. ist ein Verein von Bürger/innen, der kommunalpolitisch aktive Menschen präventiv im Kampf gegen Anfeindungen durch Information und Vernetzung unterstützt. Auf der Webseite veröffentlicht der Verein regelmäßig Podcast-Folgen zur Kommunalpolitik. In der 13. Podcast-Folge diskutieren Thomas Dörtgöz, Studierender der Bucerius Law School, und Sandi Elayan von Starke Demokratie, weshalb sich junge Menschen scheinbar nicht für die Kommunalpolitik interessieren, weshalb kommunalpolitisches Engagement spannend ist und Spaß bringt und wie man junge Menschen für die Kommunalpolitik begeistern kann.

Zur Podcast-Folge geht es hier.


02.12.2021
Podcast: Zwischenrufe - Was tun gegen Hass und Hetze? 

Mit "Zwischenrufe" gibt es einen neuen Podcast, der Expert/innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine Bühne bietet. Das Format der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius will einen offenen und angriffslustigen Diskurs über aktuelle Themen ermöglichen.

In der ersten Folge „Zwischenrufe“ sprechen die ZDF-Hauptstadtkorrespondentin Nicole Diekmann, die Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski und der Fernsehmoderator und Journalist Michel Abdollahi über Hass und Hetze im Netz. Sie berichten über ihre ersten Erfahrungen mit sozialen Medien, diskutieren über die Entwicklung von Hass und Hetze während der Fluchtmigration 2015 und teilen ihre persönlichen Erlebnisse von Anfeindungen und Shitstorms. Moderiert wird die Diskussion von Sascha Suhrke von der ZEIT-Stiftung. 

Zur Podcastfolge geht es hier.


29.11.2021
Podcast: Gewählt, gehasst – Anfeindungen in der Lokalpolitik

In der Podcastserie Digital Crime der Telekom geht es um Kommunalpolitiker/innen, die sich mit Ablehnung, Anfeindungen und Lügen, die über soziale Netzwerke verbreitet werden, auseinandersetzen müssen. Johanna etwa, die gleich in ihrer ersten Zeit als Bürgermeisterin mit Hass im Netz konfrontiert war. Auch zu Wort kommen: Christian Scherg, Reputationsmanager, der auch Lokalpolitiker/innen berät und Martin Meister, Projektleiter Engagement der Körber-Stiftung, der die Erfahrungen rund um Stark im Amt vorstellt.

Zur Podcastfolge geht es hier.